Apps gegen Corona: Hier behalten Sie den Überblick

Letzte Aktualisierung: 03.06.2020

RKI Datenspende-App auf einem iPhone
Apps wie die Datenspende-App vom Robert Koch-Institut zählen als wesentlicher Baustein zur Analyse und Bekämpfung der Corona-Pandemie.

Mit sogenannten Corona-Apps ausgestattet, können Smartphones während der Corona-Pandemie einen wichtigen Beitrag leisten. So sieht das auch die Bundesregierung. Sie sieht die Apps als ein wesentliches Mittel, um beispielsweise Kontaktdaten digital zu identifizieren.

Leider kann man gleichzeitig sicher sein, dass diese Situation auch für Phishing-Angriffe ausgenutzt wird. Um so wichtiger ist es, dass Anwender die richtigen Apps nutzen.

Unternehmen sollten ihre Mitarbeiter dadurch unterstützen, dass sie die Corona-Apps zentral verteilen. Warum das Sinn macht, haben wir in unserem Beitrag Die Corona-App kommt: Was Unternehmen jetzt wissen sollten erläutert.

Liste sinvoller Corona-Apps

Im Folgenden geben wir Ihnen einen Überblick über die aktuell verfügbaren, sinnvollen Apps zur Bekämpfung der Pandemie. Die Liste wird fortlaufend aktualisiert.

1. Kontaktverfolgung (Corona Tracing App)

Die Corona Tracing App bzw. die Corona-Warn-App wird kommen. Google und Apple werden in Kürze die technische Grundlage in ihren Systemen zur Verfügung stellen (Apple mit iOS 13.5). Um Datenschutz, Privatsphäre und Kontaktverfolgung in Einklang zu bringen, wird auf Bluetooth und das Sammeln von sich im zeitlichen Verlauf ändernden Kontakt ID’s gesetzt. Wird eine Infektion festgestellt, so werden alle Nutzer der App nach einer Verifikation durch die Gesundheitsbehörden informiert. Das Matching, d.h. ob man mit der betroffenen Kontakt ID entsprechenden Kontakt hatte, wird lokal auf dem Smartphone abgeglichen. Damit wird den Anforderungen an Privatsphäre vollständig entsprochen. Die auf Google und Apple basierende deutsche Corona-Warn-App wird aktuell von der Telekom und SAP entwickelt. Sie soll zusätzlich das freiwillige Melden von Infektionsereignissen an das Robert Koch-Institut ermöglichen, um Hochrechnungen zum Infektionsgeschehen zu verbessern. Sobald die Apps verfügbar sind, werden wir diese hier verlinken und auch über die Möglichkeiten der Verteilung im Unternehmen berichten. Aktuelle Informationen zum Stand der Entwicklung und mehr, finden Sie jederzeit auch auf der Projekt-Homepage.

2. Gesundheitscheck

Die Berliner Charité hat die CovApp bereitgestellt, mit der Nutzer alle Informationen zu Anlaufstellen inklusive eines Selbstchecks und Handlungsempfehlungen erhalten. Diese ist als Webanwendung sofort auf allen Mobiltelefonen ausführbar. Unternehmen können diese Anwendung als Weblink an die Smartphones ihrer Mitarbeiter verteilen.

3. Erfassung von anonymisierten Gesundheitsdaten

Eine möglichst breite, datenschutzkonforme Erfassung von Gesundheitsdaten über Smartwatches und Fitnesstracker strebt das Robert Koch-Institut mit der Corona-Datenspende-App an. Die Datenerfassung erfolgt pseudonymisiert und soll Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern helfen, die Ausbreitung des Coronavirus besser zu erfassen und zu verstehen. Derzeit unterstützt die iOS-Version der App nur aktuellere Geräte mit iOS 13. Anwender registrieren sich per Eingabe der Postleitzahl.

Auf die Bereitschaft der Bevölkerung, Gesundheitsdaten anonym zu teilen, baut auch die University of Cambridge. Ihr Forscherteam geht davon aus, dass sich mit dem Virus infizierte Personen durch spezifische Husten- und Atemgeräusche auszeichnen. Über die COVID-19 Sounds App möchten sie nun möglichst zahlreich Aufnahmen von Atmung und Husten sowie ggf. Angaben zu Symptomen sammeln und analysieren. Ziel ist es, zur Frühdiagnose von COVID-19 beizutragen.

4. Optimale Einkaufszeiten

Auch für ein ganz alltägliches Problem gibt es eine App. Wann sollte ich einkaufen gehen, zu welchem Zeitpunkt sind die Supermärkte in der Umgebung leer, wann überfüllt? Die App des UK Startups Lanterne liefert erstaunlich präzise Hinweise. Sie ist sowohl für iOS- als auch Android-Geräte verfügbar.

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