Was ist Apple Business Manager?

In diesem Beitrag zum Apple Business Manager erklären wir seine wichtigsten Funktionen und die Kosten für den Apple Business Manager und bieten einige Tipps, die Ihnen den Einstieg erleichtern. 

Apple Business Manager - Vorteile und Kosten

Jeder IT-Administrator, der sich mit Mobile Device Management (MDM) auseinandersetzen möchte, muss sich auf eine Vielzahl neuer Programme, Portale und Plattformen vorbereiten, bevor es verständlich wird.

Wie bei Apple zu erwarten, bietet das Unternehmen spezielle Lösungen für die Registrierung von Apple Geräten. ABM, DEP, VPP – sich mit diesen Lösungen auseinanderzusetzen, ist sehr zeitaufwendig. Deshalb haben wir einen Überblick darüber zusammengestellt, damit Sie schneller an die Grundlagen herankommen. 

Was ist der Apple Business Manager (ABM)?

Der Apple Business Manager ist ein webbasiertes Portal für IT-Administratoren, das in 65 Ländern weltweit eingesetzt werden kann. Es unterstützt IT-Administratoren bei der automatisierten Bereitstellung von iOS-, macOS- und tvOS-Geräten in Unternehmen und ermöglicht den groß angelegten Einkauf und die Verteilung von Büchern oder Apps nach Standorten. Es handelt sich nicht um eine MDM-Lösung selbst, sondern erfordert die Unterstützung durch eine separate MDM-Lösung (wie Cortado MDM). Bildungseinrichtungen haben ein eigenes Portal: Apple School Manager. 

Warum ist der Einsatz von MDM und Apple Business Manager sinnvoll?

Wenn Unternehmen ihren Mitarbeitern die Nutzung mobiler Geräte ohne MDM ermöglichen, verzichten Sie auf viele Sicherheits- und Produktivitätsfunktionen.

Egal, ob es sich um die Einführung von BYOD oder firmeneigenen Geräten handelt, mit denen Mitarbeiter effektiv unterwegs arbeiten können: MDM ist eine unverzichtbare Software. Mit nur wenigen Klicks können Unternehmen neue iPhones und iPads einrichten, Apps verwalten und alle Unternehmensdaten einfach von privaten Mitarbeiterdaten trennen.

Eine MDM-Lösung und der Apple Configurator reichen aus, um eine kleine Anzahl verschiedener Geräte zu registrieren – zum Beispiel eine Mischung aus BYOD- und „supervised“ iOS-Geräten. Wenn ein Unternehmen jedoch eine größere Anzahl an firmeneigenen iPhones und iPads einsetzen möchte, vielleicht an verschiedenen Standorten, ist der Apple Business Manager besonders hilfreich.

Dies sind zwei der wichtigsten Aspekte von Apple Business Manager, die Unternehmen nutzen sollten: Automatisierte Geräteregistrierung und Tools für den Volumeneinkauf.

  • Automatisierte Geräteregistrierung (auch bekannt als Apple DEP) Ähnlich wie Android Zero-Touch bietet Apple Business Manager die Tools zur Automatisierung und Optimierung der Geräteregistrierung. Das Admin-Team muss nicht jedes Gerät manuell mit Software, Konten und allen anderen notwendigen Konfigurationen vorbereiten. Darüber hinaus bleiben die Kontrollmechanismen, die das MDM dem Unternehmen bietet, immer auf dem Gerät und sind nicht entfernbar.

    Apple Business Manager bietet auch ein einfaches, sofort einsatzbereites Setup-Erlebnis für Endanwender. Um die Registrierung zu vereinfachen, lässt sich der Ersteinrichtungsprozess verkürzen, den jeder Mitarbeiter nach dem Einschalten eines neuen Gerätes durchführen muss. IT-Administratoren können Schritte im Einrichtungsassistenten entfernen, damit Endbenutzer ihr Gerät schneller nutzen können.

    Dieses Tool ist daher ideal für Unternehmen, die Geräte in verschiedenen Niederlassungen, Standorten und Abteilungen registrieren und gleichzeitig den gesamten Prozess vereinfachen möchten.
  • Masseneinkauf und App/Content Distribution mit dem Volumeneinkaufsplan (VPP)
    Das Volumen-Einkaufsprogramm ist ein weiteres wichtiges Werkzeug für Unternehmen, die große Mengen an Apps und Büchern kaufen, App-Lizenzen verwalten sowie Käufe und Bestände verfolgen möchten. Bei der Verwendung von Apple Business Manager können Inhalte wie Apps oder Bücher in großen Mengen mit einer größeren Auswahl an Zahlungsoptionen gekauft werden. MDM-Lösungen werden dann in Kombination mit den VPP-Funktionen verwendet, um sie problemlos auf Geräte over-the-air zu verteilen.

    Das Verteilen ist möglich, sobald Ihre MDM-Lösung mit Apple Business Manager über einen sicheren Token verbunden ist, der auf Ihren MDM-Server hochgeladen wird. Apps können durch MDM-Lösungen auf verwaltete Apple-Geräte zugewiesen und verteilt werden, wenn die Geräte folgende Betriebssysteme oder höher ausführen: iOS 7, OS X 10.9 oder tvOS 10.2. Solange die App auch im App Store des jeweiligen Landes verfügbar ist, können App-Lizenzen auch international verteilt werden. Der Prozess der App-Verteilung selbst kann dank der zentralen Verwaltungskonsole leicht überwacht werden.

    Insbesondere kann das Unternehmen mit VPP das Eigentum an App-Lizenzen behalten. So können Apps, die von den Benutzern nicht mehr benötigt werden, widerrufen, neu zugewiesen oder gelöscht werden. Mit VPP können unternehmenslizenzierte Apps effizient und unkompliziert auch auf die eingesetzten Geräte übertragen werden.
Apple Business Manager auf einen Blick: Um mit Apple Business Manager zu arbeiten, benötigen IT-Administratoren: Geräte, die bei Apple oder Resellern gekauft wurden, eine Apple Business Manager Account & DUNS Nummer und eine MDM-Lösung, die Apple Business Manager unterstützt (wie Cortado MDM).

Braucht man Apple Business Manager für BYOD?

Da Unternehmen die Geräte selbst kaufen, ist der Apple Business Manager für den Einsatz betreuter Geräte konzipiert, d.h. unternehmenseigener Apple-Geräte mit eingeschaltetem Supervised Mode.  Endbenutzer von überwachten Geräten können die MDM-Funktionen nicht löschen, und IT-Administratoren können zusätzliche Kontrollen einführen, die das gesamte Gerät betreffen – was bei Apple BYOD nicht möglich ist.

Die BYOD-Registrierung umfasst daher andere Methoden, wie z.B. das Einleiten der Registrierung über die Installation eines Konfigurationsprofils. Aber: Wenn „User Enrollment“ – das überarbeitete BYOD-Konzept von Apple – noch in diesem Jahr eintrifft, werden Unternehmen tatsächlich Apple Business Manager in ihrem Toolkit benötigen, um die notwendigen Managed Apple IDs zu erstellen.

Wie viel kostet der Apple Business Manager?

Eine weitere häufig gestellte Frage dreht sich um die Kosten für den Apple Business Manager. Apple Business Manager selbst ist kostenlos nutzbar, d.h es gibt keine direkten Kosten für den Apple Business Manager. Ausgaben entstehen durch die Nutzung des Programms (DEP & VPP), durch z.B. Gerätekosten, Lizenzkosten für die MDM-Lösung und eventuell die Mitgliedschaftskosten für das Apple Developer Program (wenn Sie Custom Apps an Unternehmen in Apple Business Manager verteilen möchten).

Zu vermeiden: 2 häufige Fehler bei der Bereitstellung von Apple-Geräten

Kaufen Sie Ihre Geräte nicht bei unautorisierten Händlern

Apple empfiehlt, dass Sie Ihre Geräte entweder bei Apple oder einem Vertragshändler kaufen, damit die Registrierung bereits beim Kauf erfolgen kann. Die Registrierung wird von den Resellern oder Apple durchgeführt, daher ist es wichtig, die Bereitstellungsschritte in der richtigen Reihenfolge durchzuführen.

Wenn Sie jedoch bereits Hunderte von iPads oder iPhones gekauft haben, ist es dennoch möglich, sie manuell mit der Apple Configurator Software (2.5) zu registrieren. Sie benötigen ein macOS-Gerät, bevor Sie die Software im Apple App Store herunterladen können, um loszulegen.

Unterschätzen Sie nicht den initialen Zeitaufwand

Apple Business Manager erfordert einige Schritte mehr als Android Zero-Touch. Jedes Unternehmen muss sich mit Apple in Verbindung setzen, um ein DEP-Konto einzurichten, und dazu benötigt es eine D-U-N-S-Nummer, eine Apple-ID und die vorliegenden Reseller-IDs. Insbesondere muss zunächst die D-U-N-S Nummer beantragt werden, was zu zusätzlichen Wartezeiten führt, wenn sie nicht bereits erworben wurde. Stellen Sie sicher, dass Sie auch über die Updates des Systems auf dem Laufenden bleiben. DEP wird im Dezember 2019 das Ende der Nutzungsdauer erreichen, was bedeutet, dass Benutzer ihre DEP-Konten auf Apple Business Manager upgraden müssen, um DEP weiterhin nutzen zu können. 

Bereit zum Starten?

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